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Vogel des Jahres: Von Schnabel bis Schwanzfeder auf Liebe eingestellt

Delitzsch-Compact: Vogel des Jahres: Von Schnabel bis Schwanzfeder auf Liebe eingestellt

Artikel vom:12.02.2021
Zum Valentinstag gibt der NABU Einblicke in die Flirtgewohnheiten der zehn Kandidaten fĂŒr den Titel
Zwar ist noch Winter, aber viele Vögel haben in diesen Tagen schon FrĂŒhlingsgefĂŒhle und begeben sich auf die Partnersuche. Zum Valentinstag am 14. Februar gibt der NABU Einblicke ins Liebesleben der Kandidaten fĂŒr den diesjĂ€hrigen „Vogel des Jahres“.

Zwei der zehn Kandidaten mit Chancen auf den Titel - Blaumeise und Amsel - sind derzeit draußen schon zu hören. „Die zunehmende TageslĂ€nge stimuliert die Hormone der Vögel und sie beginnen zu balzen. Die GesĂ€nge markieren die Reviere und locken die Weibchen an“, erklĂ€rt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. Bei den Vögeln herrscht Damenwahl. Die Weibchen beurteilen die QualitĂ€ten des potentiellen Brutpartners anhand von Gesang und der Ă€ußerer Erscheinung. Ein intaktes, brillantes Federkleid des SĂ€ngers deutet dabei auf körperliche Fitness hin. Bei einigen Arten kommt es dabei durchaus auf die GrĂ¶ĂŸe an: „Rauchschwalben-Damen achten ganz besonders auf die LĂ€nge der Ă€ußeren Schwanzfedern beim MĂ€nnchen“, so Lachmann. Je lĂ€nger, desto höher die Chancen beim Weibchen zu landen.



Nicht nur mancher Menschen-Mann will zum Valentinstag mit Geschenken punkten, auch einige Vögel versuchen das Herz der Angebeteten mit PrĂ€senten zu gewinnen. Die MĂ€nnchen der Eisvögel ĂŒberreichen in einer festgelegten Zeremonie ihrer AuserwĂ€hlten einen schmackhaften Happen, etwa einen kleinen Fisch.



Bei den Rotkehlchen haben MĂ€nnchen und Weibchen den Winter ĂŒber getrennte Reviere. Nur zur Brutzeit geben die Damen ihr Territorium auf, um zu einem Herrn ihrer Wahl zu ziehen. Der Kiebitz schwingt sich zu akrobatischen BalzflĂŒgen in die Luft, um seine Liebste zu beeindrucken, ebenso der Goldregenpfeifer. Bei der Stadttaube fĂŒttern sich die Partner gegenseitig mit Leckerbissen. Die Feldlerche beeindruckt das Weibchen nicht nur mit ihren SangeskĂŒnsten, sie hĂŒpft auf dem Boden herum und verbeugt sich regelrecht vor der AuserwĂ€hlten.


Bei allem Aufwand fĂŒr das Liebeswerben – nicht alle Vögel nehmen es mit der Treue so genau. „Meisterin im Fremdgehen ist die Blaumeise“, sagt Lachmann. „Das Weibchen stiehlt sich in den frĂŒhen Morgenstunden aus dem Nest zu einem Rendezvous mit ihrem Liebhaber, wĂ€hrend ihr Partner noch schlĂ€ft. Noch bevor der Ahnungslose aufwacht, ist sie wieder zurĂŒck.“ Auch das Weibchen des Haussperlings geht hin und wieder fremd. Vor lauter Eifersucht singt das betrogene MĂ€nnchen dann lauter als sonst. „Das Klagelied soll den Rivalen abschrecken und die Liebste wieder zurĂŒckholen“, so Lachmann. Aber auch die SpatzenmĂ€nnchen mögen Abwechslung: Je Ă€lter sie werden, umso hĂ€ufiger suchen sie das Abenteuer außerhalb der Beziehung.

So unterschiedlich die Kandidaten in der Liebe sind - alle zehn können noch auf den Titel "Vogel des Jahres 2021" hoffen. Die Abstimmung lĂ€uft noch bis zum 19. MĂ€rz unter www.vogeldesjahres.de. FĂŒr unentschlossene WĂ€hler gibt es unter www.NABU.de/birdomat einen Bird-O-Mat. Er hilft dabei, den eigenen gefiederten Favoriten herauszufinden.

Abstimmen bei der Wahl des Vogel des Jahres 2021: www.vogeldesjahres.de

Mehr Details zum aktuellen Zwischenstand: https://www.nabu.de/news/2021/01/29301.h tml
>>> mehr Info
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