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Eilenburg-Compact: Ist das Amtsblatt noch zeitgem├Ą├č?

Artikel vom:31.01.2021
Vor fast 30 Jahren ist das erste Amtsblatt der Stadt Eilenburg erschienen. Seitdem wird es kos-tenlos in alle Haushalte verteilt. Vorrangig wird mit der Herausgabe der Zweck erf├╝llt, der ├ľffent-lichkeit geltendes Recht zu verk├╝nden und Rechtsnormen bekannt zu machen, damit diese eine juristische Wirksamkeit erhalten. Somit ist das Amtsblatt, seinem Namen entsprechend, zun├Ąchst eine sehr n├╝chterne und ÔÇ×trockeneÔÇť Publikation.
├ťber die Jahre hinweg sind die reinen Amtsbekanntmachungen durch andere, allgemeine Inhalte erg├Ąnzt worden. So gibt es aktuelle und geb├╝ndelte Informationen zu Geschehnissen in der Stadt und eine redaktionelle Aufbereitung zu den Beschl├╝ssen des Stadtrates und seiner Gremien. Ziel dabei ist es die B├╝rger allgemeinverst├Ąndlich am politischen Geschehen teilhaben zu lassen und zur Mitgestaltung anzuregen.
Erg├Ąnzt wird das Amtsblatt dabei durch allgemeine Infos der Stadtverwaltung, Mitteilungen von Schulen, Kinderg├Ąrten, Kirchen, Stellenausschreibungen und vieles mehr. Daneben wird die Vielfalt an Angeboten vieler weiterer Akteure aufgezeigt. So nutzen zahlreichen Sport-, Bildungs-, Freizeit- und Kulturvereine die M├Âglichkeit ├╝ber ihre Arbeit zu berichten. Auch das zeigt die indi-viduelle Lebensqualit├Ąt in Eilenburg. Insgesamt deckt das Amtsblatt damit nicht nur die rechtlichen Formalien ab, es wird vielmehr f├╝r die Leser erst interessant.
Das Amtsblatt in seiner heutigen Form gibt es seit August 2015. Die Gro├če Kreisstadt Eilenburg bringt ihr Mitteilungsblatt gemeinsam mit den Gemeinden Dobersch├╝tz, Jesewitz und Zschepplin heraus, was insgesamt ├╝ber 15.000 Haushalte im 14-t├Ąglichen Rhythmus erhalten. Zudem wird das Amtsblatt auf der Homepage der Stadt digital ver├Âffentlicht.
Um die kostenfreie Zustellung in jeden Haushalt zu erm├Âglichen, werden f├╝r den Druck und die Verteilung ca. 30.000 Euro j├Ąhrlich aufgewandt.
Um herauszufinden, welche aktuelle Akzeptanz das Amtsblatt hat, ist im vergangenen Jahr eine Umfrage zur Thematik durchgef├╝hrt worden. Die Leserinnen und Leser konnten auf Facebook, online unter www.eilenburg.de und ├╝ber einen Fragebogen im Amtsblatt abstimmen. Insgesamt nahmen an der Abstimmung 751 Interessierte teil. Von den Teilnehmern gaben 72 Prozent an, das Amtsblatt regelm├Ą├čig zu lesen und zwar meist in Papierform (88 Prozent). Nur 12 Prozent lesen das Amtsblatt also digital. Auch in Zukunft wird, nach Angaben der Teilnehmer, die Quote der digitalen Leser nur leicht steigen. Perspektivisch k├Ânnten sich lediglich 26 Prozent der teilge-nommenen Leser vorstellen, das Mitteilungsblatt nur noch digital zu bekommen. ├ťber 76 Prozent der Amtsblattleser m├Âchten weiterhin nichts bezahlen, sondern das Informationsmedium kosten-los nach Hause zugestellt bekommen. Lediglich zehn Prozent der Umfrageteilnehmer w├Ąre bereit f├╝r den Erhalt des Amtsblattes zu bezahlen beziehungsweise w├╝rden 14 Prozent es vom Preis ab-h├Ąngig machen.
Fazit: Die Mehrheit der an der Umfrage teilgenommenen Leser m├Âchte, dass das Amtsblatt der Stadt weiterhin in Papierform erscheint und kostenfrei an alle Haushalte verteilt wird.
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