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Das Schlossmuseum in Zeiten der Pandemie

Delitzsch-Compact: Das Schlossmuseum in Zeiten der Pandemie

Artikel vom:23.01.2021
Was passiert eigentlich hinter den Kulissen der nun lange verschlossenen TĂĽren von Kultureinrichtungen?
Für manche Menschen ist kaum vorstellbar, dass in den besucherleeren Räumen des Museums Barockschloss Delitzsch trotzdem rotiert wird.
Derzeit steckt das dreiköpfige Museumsteam mitten in den Vorbereitungen für die neue Sonderausstellung. „Drauf Geschissen“ widmet sich der Kulturgeschichte des „Stille Örtchens“. Die Toilette bot und bietet neben zivilisatorischen Fakten auch Stoff für Witze, Anekdoten und Beschimpfungen und so widmet sich die Schau auch sonderbaren Berufen, wie dem der Abtrittsanbieterin.
Die Wanderausstellung ist eine Konzeption der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH, Schloss Rochlitz und wird vom 11. März bis 4. Juli 2021 im Barockschloss Delitzsch zu sehen sein.
Gleichzeitig wird die derzeitige Sonderausstellung „ 120 – historische Objekte erzählen Museumsgeschichte“ nun vorzeitig abgebaut. Exponate, die wegen ihrer Besonderheit oft kaum in ein Ausstellungsprojekt passen und im Depot „verstauben“, wurden hier gezeigt und waren aufgrund der Pandemie leider nur kurz für die Öffentlichkeit zu sehen.
Doch das Museumsteam hat sich auf die Fahne geschrieben, eine Auswahl dieser Ausstellungsstücke auf der Museumsplattform „museum digital“ einzuarbeiten. Dieses Projekt hatte der Museumsverband Sachsen-Anhalt 2009 ins Leben gerufen.
Derzeit beteiligen sich rund 600 deutsche Museen daran, darunter auch das Museum Barockschloss Delitzsch mit einem bisher noch eher kleinen Digitalbestand. „Fotografieren, Recherchieren, Digitalisieren – viel Fleißarbeit ist
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von Nöten, um sich dieser Aufgabe zu stellen“, schätzt Museumsleiter Jürgen Geisler ein.
Auch zum Großreinemachen wird der Lockdown natürlich genutzt. So säubert zum Beispiel Reinigungskraft und viertes Teil im Museumskleeblatt Karin Knaak die venezianischen Glaslüster aus den Herzoginnengemächern in mühevoller Kleinarbeit. Die kostbaren Murano-Leuchter werden dafür erst in ihre Einzelteile zerlegt und dann vorsichtig von Staub und Fliegendreck gereinigt.
Gemeinsam mit Museumsleiter Jürgen Geisler brachte Frau Knaak auch den selten zugänglichen Schlosskeller auf Vordermann. Als Dauerausstellung erinnert hier eine große hölzerne Wäschemangel an die Zeit des Frauenzuchthauses, als im Schlossbezirk Dutzende Frauen eingesperrt waren und arbeiten mussten.
Noch bis zum 1. April können kleine und große Märchenfreunde beim Online-Märchenrätsel des Museums raten. 16 Szenen, in denen sich teilweise knifflige Fehler verbergen, hat das Team liebevoll im Schloss aufgebaut. Auf www.barockschloss-delitzsch.com können die Szenen in Ruhe betrachtet werden. Auf einem Formular, das ebenfalls online heruntergeladen werden kann, sind Märchentitel und der oder die mögliche Fehler einzutragen und bis zum 1. April im Museum einzureichen.
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