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Delitzsch-Compact

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Außergewöhnliches BarockgemĂ€lde wieder im Schloss

Delitzsch-Compact: Außergewöhnliches BarockgemĂ€lde wieder im Schloss

Artikel vom:19.12.2020
Es ist eines der wenigen flĂ€mischen Werke im Bestand des Museums Barockschloss Delitzsch. „Flusslandschaft mit Reitern“ des KĂŒnstlers Lambert de Hondt entstand um 1640/1660 wahrscheinlich in Mecheln und hĂ€ngt nach einer umfassenden Restaurierung nun wieder im herzoglichen Audienzzimmer in der Beletage des Delitzscher Barockschlosses.
Die Restaurierungen des GemĂ€ldes und des Rahmens dauerten rund zwei Jahre. Beide StĂŒcke hatten erhebliche BeschĂ€digungen und Fehlstellen. AusfĂŒhrende waren die Restauratoren Antje Hake und JĂŒrgen Hampp aus Leipzig.
Die Restaurierung des GemĂ€ldes förderte die SĂ€chsische Landesstelle fĂŒr Museumswesen an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu 80 Prozent und somit mit
rund 21.200 Euro. Die 20 Prozent Eigenmittel in Höhe von 5.300 Euro zahlt der Delitzscher Museums-und Heimatverein e. V. aus seinem Spendenfond.
Spenden an den Delitzscher Museums- und Heimatverein e. V. sind möglich an IBAN: DE 77 8605 5592 1090 1499 10 (Sparkasse Leipzig). Im Museum Barockschloss Delitzsch warten noch einige Objekte auf eine Restaurierung.
Das GemĂ€lde „Flusslandschaft mit Reitern“
Im FrĂŒhsommer zieht eine fĂŒrstliche Reitgesellschaft durch das Land und ĂŒberquert einen sonnenbeschienenen HĂŒgel. Herkunft und Ziel der Reisenden sind unklar. Es gibt kaum einen Anhaltspunkt, der eine genaue Identifizierung der Dargestellten zulassen wĂŒrde.
Auch die Natur ist hier idealisiert dargestellt, sie wirkt regelrecht paradiesisch und ohne örtlichen Bezug. Experten sehen in de Hondts Landschaftsdarstel-lungen die NĂ€he zum Werk Jan Brueghels des JĂŒngeren.
Typisch fĂŒr die Entstehungszeit sind im Bild u. a. der Detailreichtum in den Darstellungen von Natur und Mensch und die Hell-Dunkel-Kontraste.
Es ist davon auszugehen, dass das GemĂ€lde im Auftrag einer Person fĂŒrstlicher Herkunft angefertigt wurde.
De Hondt malte das Bild in Öl auf Leinwand; ohne Rahmen ist das GemĂ€lde 87 x 119 cm groß.
Der KĂŒnstler Lambert de Hondt (1620 – vor Februar 1665)
Der flĂ€mische Maler Lambert de Hondt ist bekannt fĂŒr seine ReitauszĂŒge und Schlachtszenen.
Wie zur Lebenszeit de Hondts ĂŒblich entstanden Werke auch in Personalunion – so malte de Hondt die fĂŒr ihn typischen Ideallandschaften, der Genremaler Willem van Herp ĂŒbernahm die Darstellungen von Reitern und KĂ€mpfern. Nicht selten wirken deshalb die de Hondt zugeschriebenen GemĂ€lde seltsam heterogen.
Aufgrund der QualitĂ€t seiner Werke zĂ€hlt de Hondt durchaus zu den namhaften KĂŒnstlern seiner Zeit, wenngleich er nicht den Rang eines Rembrandt, Rubens oder Vermeer einnimmt. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass er mit den Werken Rubens‘ und vor allem von Jan Brueghel dem JĂŒngeren sehr vertraut war.
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